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Remote-Arbeit
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Sicherheit im Home-Office

Zuhause arbeiten heißt - Sie sind die letzte Verteidigungslinie. So machen Sie Ihren Arbeitsplatz daheim genauso sicher wie das Büro.

Warum Home-Office andere Risiken hat

Im Büro arbeiten viele unsichtbare Schutzschichten für Sie: Firewall, gemanagte Geräte, Server in der Datenschutzzone, eine IT, die Patches einspielt. Zuhause sind Sie näher an der Außenwelt - das private WLAN, die Familienmitglieder, der gemeinsame Drucker. Die meisten Heim-Risiken sind banal und mit wenigen Reflexen abgedeckt.

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Router-Passwort & WPA3

Das eine Gerät, das alles ins Internet leitet. Standard-Passwort ändern, WPA3-Verschlüsselung aktivieren, Firmware-Updates zulassen.

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Geräte trennen, nicht mischen

Diensthandy & -laptop bleiben dienstlich. Keine Familien-Logins, keine privaten USB-Sticks, keine geteilten Cloud-Speicher.

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Bildschirm-Hygiene im offenen Raum

Vertrauliche Calls hinter geschlossener Tür. Bildschirmsperre beim Wegtreten - auch zuhause. Nachbarn und Besuch sehen mehr, als man denkt.

Das Heimnetzwerk - die fünf Pflichten

  1. Router-Admin-Passwort ändern: Das Standard admin/admin ist in jedem Angreifer-Skript hinterlegt.
  2. WLAN-Passwort lang und einzigartig: Mindestens 16 Zeichen, kein Familienname.
  3. WPA3 oder mindestens WPA2 (kein WEP).
  4. Gast-WLAN für Besucher und IoT: Smart-TV, Saugroboter, Babyphone gehören NICHT ins gleiche Netz wie der Arbeits-Laptop.
  5. Automatische Firmware-Updates aktivieren - die meisten Router können das.

Das Dienstgerät - was darf, was nicht

✅ Wofür es da ist: Arbeiten.

❌ Was bitte nicht:

  • Private Downloads (Filme, Spiele, „nur kurz mal"-Tools)
  • Familienlogins für Streaming-Dienste o.ä.
  • USB-Sticks unbekannter Herkunft - auch nicht „kurz für ein PDF"
  • Software-Installation ohne IT-Freigabe

Das Dienstgerät ist ein vorbereiteter Arbeitsplatz, kein Privat-PC. Diese Trennung schützt Sie, Ihre Daten und das Unternehmen.

Video-Calls und Bildschirm-Sharing

Beim Teilen des Bildschirms zeigt man oft mehr als beabsichtigt: offenes Outlook, Browser-Tabs mit Privatem, gemeldete Phishing-Mails. Bevor Sie teilen: Nur das gewünschte Fenster wählen, nicht den ganzen Bildschirm. Schließen Sie sensible Tabs.

Bei sensiblen Calls (Personalgespräche, Finanzdaten):

  • Tür schließen.
  • Bei Familie/Mitbewohner kurz Bescheid geben.
  • Headset statt Lautsprecher.

Drucken und Papier

Heimdrucker sind oft ungesichert und im WLAN. Sensible Dokumente so wenig wie möglich daheim drucken - und wenn, dann sofort vom Drucker holen.

Papier mit Personenbezug:

  • Nicht im normalen Hausmüll entsorgen.
  • Schredder zuhause oder im Büro nutzen.
  • Bis dahin in einem verschlossenen Fach lagern.
Echter Fall - Heimnetz als Einfallstor

Ein Mitarbeitender hat im Wohnzimmer einen smarten Saugroboter, der über die Hersteller-Cloud erreichbar ist. Eine kritische Sicherheitslücke im Saugroboter erlaubt Angreifern, sich ins Heimnetz zu bewegen. Von dort aus erreichen sie auch das Diensthandy. Mit getrenntem IoT-WLAN wäre der Angriff am Saugroboter-Netz gescheitert.

Trennung von „Arbeit" und „IoT/Familie" auf Netzebene ist eine 10-Minuten-Maßnahme mit großer Wirkung.

Die einfache Regel

Im Home-Office sind Sie Ihr eigener IT-Manager für die letzten 10 Meter. Drei Reflexe - Geräte trennen, Netz absichern, Bildschirm-Hygiene - decken 90 % der Risiken ab.

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